Die Innenfassade erstrahlt wieder in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild
Die Stiftung Catalunya La Pedrera hat die Restaurierung der am wenigsten bekannten Fassade der Casa Milà (La Pedrera), der Rückfassade, abgeschlossen.
Die Fundació Catalunya La Pedrera hat die Restaurierung der am wenigsten bekannten Fassade von La Pedrera, der Rückfassade, abgeschlossen. Bei den neun Monate dauernden Arbeiten wurden die ursprünglichen Strukturen, Farben und Elemente wie der Stuck und die Malereien von Gaudís Werk wiederhergestellt. Dies ist die dritte Restaurierung dieser Fassade. Die vorherige fand 2007 statt, die erste 1995.
Erneuerung von Stuck, Verkleidungen und Geschossdecken
Zehn Jahre nach der vorherigen Restaurierung wurden der Stuck, durch Feuchtigkeit verursachte Risse sowie Teile der Verkleidungen und Geschossdecken instand gesetzt. Auch die Reinigung war Bestandteil des Restaurierungsplans.
Zu den wichtigsten Arbeiten gehörten Sondierungen in Bereichen mit großen Rissen, weshalb kleine Teile der Fassade rekonstruiert werden mussten. Bei anderen Rissen genügte das Einspritzen von Harz.
Die Arbeiten wurden von August 2017 bis heute durchgeführt, als das Gerüst entfernt wurde, das die zum Innenhof des Häuserblocks gerichtete Fassade bedeckte. Die Restaurierung erfolgte Stockwerk für Stockwerk, beginnend im oberen Bereich und endend im Untergeschoss, und war in zwei Phasen gegliedert.
Die andere Fassade
Die Rückfassade, die nur vom Inneren des Häuserblocks rund um den Innenhof oder von einem kleinen, vom Erdgeschoss aus zugänglichen Bereich zu sehen ist, weist einen konkav-konvexen Wellenrhythmus auf, der dem der Hauptfassade ähnelt. Die Bewegung wird durch die abgerundeten Pfeiler, die aus der Fassadenebene hervortreten, sowie durch die doppelte Profilierung der Gesimse an den Geschossdecken jeder Etage verstärkt. Dadurch entstehen Balkone, die sich über die gesamte Länge der Fassade erstrecken. Die Hauptfassade besteht aus behauenem Stein, während auf die bewegten Wände der Rückfassade ein Kalk-Zement-Putz aufgetragen wurde, der anschließend mit einem Kalkstuck in einem kräftig rötlichen Braunton versehen wurde.
La Pedrera wurde 1984 von der UNESCO aufgrund ihres außergewöhnlichen universellen Wertes zum Kulturgut des Welterbes erklärt. Das Gebäude gehört außerdem zum historisch-künstlerischen Architekturerbe der Stadt Barcelona in der Kategorie A und ist unter anderem als historisch-künstlerisches Denkmal von nationalem Interesse ausgewiesen. Jeder Eingriff muss den Vorgaben dieser Einrichtungen entsprechen. Die Restaurierung der Rückfassade folgte ebenso wie die 2014 durchgeführte Restaurierung der Hauptfassade den von der Fundació Catalunya La Pedrera festgelegten Richtlinien zur kontinuierlichen Erhaltung und Pflege von La Pedrera.
La Pedrera, das Aushängeschild der Fundació Catalunya La Pedrera
La Pedrera ist der Sitz und die wichtigste von der Fundació Catalunya La Pedrera verwaltete Einrichtung. Die unabhängige private Stiftung verwendet sämtliche aus dem Betrieb des Gebäudes erwirtschafteten Mittel für soziale, kulturelle und ökologische Projekte. Jedes Jahr kommen diese Projekte mehr als 400.000 Menschen in ganz Katalonien zugute.